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Claudia Wolf
Claudia Wolf.png
Geschlecht
Weiblich
Alter
29
Status
Verstorben
Haarfarbe
Platin Blond
Augenfarbe
Hell Blau
Beruf
Priesterin des Ordens
Auftritte
Silent Hill 3
Synchronsprecher
EN:Donna Burke
DE:



AllgemeinBearbeiten

Claudia Wolf ist der eigentliche Antagonist von Heather in Silent Hill 3. Claudia ist Mitglied des alten religiösen Ordens, der immer noch in Silent Hill tätig ist. Heather trifft zum ersten Mal zu Beginn des Spiels im Einkaufszentrum auf sie. Anstatt Heather über die Situation aufzuklären, fordert Claudia sie dazu auf, sich zu erinnern und wirft Fragen auf, indem sie über die „Wiedergeburt des Paradieses“ spricht. Im Verlauf der Handlung beauftragt Claudia ein Ordensmitglied (Im Spiel als Monster „Missionary“ manifestiert) Heathers Vater, Harry Mason, zu töten und fordert Heather bei einem erneuten Treffen dazu auf, nach SH zu kommen. Am Ende des Spiels stirbt Claudia allerdings, bei dem Versuch, den „Gott“ selbst zu gebären, da Heather sich, durch die Einnahme von Aglaphotis, vom „Gott“ befreien konnte.

VergangenheitBearbeiten

Aus den Zwischensequenzen und Notizen erfährt man mehr über die Vergangenheit von Claudia. So wuchs sie in derselben religiösen Sekte auf, in der auch Dhalia Gillespie tätig war. Auch war sie als Kind wohl eng mit Alessa (Heathers frühere Inkarnation) befreundet, da sie auch als Erwachsene immer noch eine Geburtstagskarte von Alessa zu ihrem 6. Geburtstag aufbewahrt hat und Heather mit Alessa anredet.

Aus einem Gespräch mit Vincent geht ebenso hervor, dass sie von ihrem Vater, Leonard Wolf, misshandelt wurde. So sagt Vincent nach dessen Tod zu ihr „Ich sah wie er dich geschlagen, getreten, zum Weinen gebracht hat“ und „Die Erinnerung an seine Grausamkeit wird für immer in mein Gedächtnis eingebrannt sein.“

Claudias Vorhaben und MotiveBearbeiten

Ähnlich wie Dhalia Gillespie in Silent Hill 1 ist es auch Claudias Ziel den alten Gott der Stadt zu beschwören. Allerdings tut sie dies nicht aus rein egoistischen Gründen wie Dhalia, deren Ziel es war durch die Beschwörung des Gottes an Macht und Einfluss zu gewinnen, sondern strebt stattdessen die Erlösung und die Rettung der Menschheit an. Dhalia wiederum erwähnt bei ihren Plänen nicht die „Erlösung der Menschheit“, sondern stattdessen will sie die Welt, wie sie bis dahin existiert, durch die Beschwörung von „Gott“ vernichten. Claudia wurde als Kind von Dhalia in ihrer Glaubensvorstellung wohl stark beeinflusst, wie einem Gespräch zwischen Heather und Vincent zu entnehmen ist, weil dieser auf den Vorwurf von Heather hin, er sei einer von Claudias Anhängern, antwortet „Oh, bitte! Wirf mich mit der nicht in einen Topf. Die verrückte alte Hexe hat sie doch einer totalen Gehirnwäsche unterzogen.“ Allerdings bedeutet diese „Gehirnwäsche“ wohl nicht, dass Claudia einfach die Pläne von Dhalia weiterführt, da Claudia dann wohl kaum die „Erlösung der Menschheit“ anstreben würde, sondern bedeutet viel mehr, dass Claudia durch den Einfluss von Dhalia, es für möglich und v.a. als notwendig betrachtet „Gott“ zu beschwören und auf diese Weise versucht ihre Pläne umzusetzen. Ähnliches gilt wohl auch für ihren Vater, zumindest, was einen Teil der Glaubensfrage betrifft, aber anders als ihr Vater will sie eine „Erlösung“ für die gesamte Menschheit und nicht nur für ein paar einzelne Auserwählte, im Gegensatz zu ihrem Vater. Somit ist Claudia nicht ein einfaches Werkzeug von ihrem Vater oder Dhalia, sondern handelt nach eigenem Ermessen. Allerdings hatten die Misshandlungen durch ihren Vater große Auswirkungen auf Claudia und ist wohl eine der Ursachen für ihr Handeln. So ist die Beziehung zu ihrem Vater nicht nur durch die Misshandlungen belastet, sondern auch dadurch, dass er ihr seinen Glauben aufzwingen scheint zu wollen, da er in einem Telefonat mit Heather Claudia eine „Närrin“ nennt und auch deutet seine Reaktion auf das Vorhaben von Heather, Claudia zu töten, darauf hin, dass er nicht gerade besorgt um das Leben seiner Tochter zu sein scheint, weil er nicht vorzuhaben scheint, Heather davon abzubringen, Claudia zu töten. Somit ist die Beziehung von Claudia zu ihrem Vater von Gewalt, die ihre Erklärung vermutlich in den unterschiedlichen religiösen Sichtweisen der beiden findet, geprägt. Wieso aber strebt Claudia die „Erlösung“ der gesamten Menschheit an? Über die Beantwortung dieser Frage kann jedoch nur spekuliert werden. Eine Erklärung hierfür wäre allerdings, dass Claudia Bücher über Flüchtlinge, Sklaven etc. gelesen hat und durch ihr eigenes Leid sich in deren Leiden einfühlen konnte und dadurch auf die Probleme in der Welt aufmerksam wurde. So schreibt sie in ihrem Tagebuch „Ich hatte den ganzen Tag frei und las „Eine moderne Geschichte der Flüchtlinge“ und „Junge Sklaven: Kinderausbeutung“. Ich will kein bloßer Zuschauer in dieser Welt sein.“

Da Claudia von den Lehren des Kultes, wie sie die Wandgemälde in der Kirche in Silent Hill zeigen, beeinflusst wurde und sie mit der Lehre aufwuchs, dass Alessa, die „Mutter Gottes“, als eine andere Person wiedergeboren wurde, beschloss sie Alessa (Heather) zu finden und erneut Gott zu beschwören. Weil Claudia von ihrem unerschütterlichen Glauben an eine Erlösung bringende Gottheit erfüllt ist, schreckt sie nicht vor fraglichen Methoden zurück. So ist sie dazu bereit Alessa (Heather), eine Person die ihr immer noch auf eine Weise wichtig zu sein scheint, zu verletzen, indem sie deren Vater Harrry Mason töten lässt und sie erneut den religiösen Wahn des Ordens in Silent Hill aussetzt. Auch tötet sie am Ende des Spiels Vincent, als dieser versucht sie aufzuhalten bzw. sie provoziert. Zwar sieht Claudia ein, dass ihre Methoden fragwürdig sind, da sie am Ende des Spiels zu Heather sagt „Für den Schmerz, den ich dir zugefügt habe, erwarte ich keine Gnade. Auch wenn es dazu diente, die Menschheit zu retten, war es eine zu große Sünde.“ Aber trotzdem handelt sie dementsprechend, weil für ihr Vorhaben, Opfer nötig sind, die sie bereit ist zu bringen, ungeachtet, ob die betreffenden Personen damit einverstanden sind oder nicht. So zwingt sie Heather praktisch in die Rolle der „Mutter Gottes“. Allerdings scheint Claudia durch ihren Glauben davon auszugehen, dass ihre „Opfer“ ebenfalls von „Gott“ gerettet werden, da sie nach dem Tod von Vincent zu dessen Leiche sagt „Aber Gott, liebt sogar dich“. Was ihre „Opfer“ teils rechtfertigen würden, da diese am Ende ebenfalls gerettet werden.

Im Spiel und im Buch „The Lost Memories“ wird die Tarotkarte „Die Hohe Priesterin“, Claudia zugeordnet. Diese Karte bedeutet: Dogmatismus, Mysterien (Geheimnisse) und Glaube. Allerdings, was hat es mit diesen Glauben auf sich? Vincent macht die Andeutung, dass Claudias Glaube „nichts weiter, als der Schrei eines Kindes nach Liebe“ ist. Doch inwiefern trifft das zu? Claudia selbst scheint den Worten von Vincent stets auszuweichen, was diesen Einwand betrifft, was man als unbewusstes Eingeständnis werten könnte. Auch könnte der Glaube an eine Erlösungsbringende Gottheit so gewertet werden, dass Claudia sich in ihren Glauben hineinsteigert, aufgrund ihrer Kindheit und jetzigen Problemen mit ihren Vater. Dies bleibt allerdings spekulativ. Was jedoch die „Andere Welt“ betrifft, so scheint der Grund für deren Existenz nicht nur allein darin zu liegen, dass Heathers früheres Ich, Alessa, allmählich wieder erwacht und sie sich an dieses erinnert, sondern auch an Claudia. So scheint die „Andere Welt“ auch eine Wiederspiegelung von Claudias Psyche zu sein. Und somit ist die „Andere Welt“ zum Teil, wie Vincent sagt, Claudias „ganz persönlicher Albtraum“, der sich als „Andere Welt“ manifestiert.

Weiterhin stellt sich auch die Frage, warum genau, Claudia Heathers Vater hat töten lassen. Nach ihren eigenen Aussagen zufolge, lies sie ihn aus „Rache dafür, was er vor 17 Jahren getan hat“ töten. Auch gibt sie ihm die Schuld daran, dass ihr Traum, die Erlösung der Menschheit, nicht wahr wurde. Dies bedeutet ebenfalls, dass auch ihre „Erlösung“ ausblieb und sie weiterhin den Misshandlungen ihres Vaters ausgesetzt war. Allerdings lässt sie Heathers Vater auch deshalb töten, um ihr „Herz mit Hass“ zu füllen. Nach ihrer Vorstellung hin, muss dies geschehen, damit „Gott“ geboren werden kann. Auf Heathers Einwand hin, dass ein aus Hass und Schmerzen geborener Gott kein Paradies bringen kann, entgegnet sie wiederum, ob es denn so abwegig ist, dass „aus Schmerz und Leiden, Mitleid geboren werden kann“. Dies würde bedeuten, dass der Gott, an den sie glaubt, Schmerzen und Leiden kennen muss um überhaupt „Erlösung“ bringen zu können. Was man wiederum auf sie selbst rückbeziehen könnte, da sie ebenfalls Leid kennt und sie auf das Leid anderer aufmerksam wurde. Allerdings bleibt dies spekulativ. Jedoch nimmt Alessa eine wichtige Bedeutung für sie ein, da der „Gott“, den sie am Ende beschwört, von den Gesichtszügen an Alessa erinnert. Somit ist Alessa in Claudias Vorstellung, nicht nur die, die „Gott“ gebärt, sondern auch diejenige, die die „Erlösung“ bringt. Der Grund hierfür könnte nicht nur daran liegen, dass Claudia mit der Lehre groß geworden ist, dass Alessa die „Mutter Gottes“ ist, sondern auch daran, weil Alessa für Claudia so etwas wie ihre Schwester gewesen ist und dadurch eine Person in ihrer Kindheit darstellt, die sie nicht verletzt bzw. manipuliert hat, wie es beispielsweise ihr Vater getan hat.

Claudias FähigkeitenBearbeiten

Im Spiel findet sie mehrmals Andeutungen im Bezug auf Claudias Fähigkeiten. So erwähnt Vincent in der Bücherei, dass er nicht über besondere Fähigkeiten wie Claudia und Heather verfügt. Und auch erklärt sich nie, wie Douglas Bein, nach der Zwischensequenz mit ihm und Claudia, gebrochen wurde. Daher deutet dies darauf hin, dass Claudia, ebenfalls wie Alessa über telekinetische Fähigkeiten verfügt und sie auf diese Weise Douglas verwundete. Allerdings spricht wiederum dagegen, dass Alessa von Dhalia als Opfer dargebracht wurde und deshalb über besondere Fähigkeiten verfügt, weil sie „Gott“ gebären sollte. Daher bleibt dies wohl ungeklärt. Jedoch scheint Claudia über hellseherische Fähigkeiten zu verfügen, wie Vincent in einer Tonbandaufnahme erwähnt.

Entwickler über ClaudiaBearbeiten

Nach Aussagen der Entwickler, war für Claudia zunächst ein anderes Design vorgesehen. So sollte sie am ganzen Körper Tätowierungen und keine Haare haben. Da dies aber ihre dunkle Seite zu sehr zeigen würde, wurde dieses Design wieder verworfen. Stattdessen entschloss man sich, Claudia keine Augenbrauen zu geben, denn dies sollte ein Gefühl von Unbehagen beim Spieler hervorrufen und Gefahr symbolisieren. Auch sollte sie zunächst „Christie“ heißen, was ebenfalls verworfen wurde, weil dieser Name zu niedlich wirkte.

WissenswertesBearbeiten

  • Claudia wird von Donna Burke, der gleichen Synchronsprecherin wie für Angela Orosco aus Silent Hill 2, gesprochen.
  • Claudias Aussehen wurde zum Teil der Schauspielerin Julianne Moore nachempfunden.
  • Claudia trägt im gesamten Spiel keine Schuhe.

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